Workflow-Automation mit Zapier und IFTTT? 3 Open-Source-Alternativen für Unternehmen

Workflow-Automation mit Zapier und IFTTT? 3 Open-Source-Alternativen für Unternehmen

Um Arbeitsabläufe zu automatisieren, greifen viele Nutzer häufig zu ausländischen Cloud-Diensten, wie z. B. Zapier oder IFTTT. Doch es gibt auch Alternativen im Open-Source-Lager – die vor allem für Unternehmen unter Umständen mehr Sinn machen.

Letztlich können drei Gründe für den Einsatz einer alternativen und quelloffenen Workflow- und Automatisierungslösung in Unternehmen sprechen:

1. Zum einen entfällt die Bindung an einen proprietären Hersteller (sog. Vendor Lock-In) — man ist also weniger stark von einem Anbieter abhängig.

2. Zum anderen sind gerade Zapier und IFTTT nicht primär auf den Einsatz in mittelständischen Unternehmen ausgerichtet — Integrationen mit den eigenen IT-Prozessen und Compliance-Regeln gestalten sich mit offenen Systemen in der Regel deutlich einfacher.

3. Und zu guter Letzt spielt auch der Serverstandort eine Rolle — denn nur mit Serverstandort Deutschland genügt die Automatisierung auch der DSGVO.

Alternative 1: Camunda

Speziell für die Automatisierung von Arbeitsprozessen geeignet ist Camunda. Camunda ist ein Fork der Open-Source-Software Activiti, führt in BPMN 2.0 definierte Prozesse aus und lässt sich über eine Weboberfläche administrieren und monitoren. Anders als IFTTT oder Zapier ist Camunda in erster Linie aber nicht für den Endwanwender gedacht. Es wird stattdessen als zentrales Workflow-System von einer Vielzahl von Firmen in Deutschland verwendet, insbesondere in der Versicherungs-, Banken und Telekommunikationsbranche. Dementsprechend hoch ist auch die Hürde für den Einstieg — Camunda erfordert weitreichende Kenntnisse in BPMN, in der Programmierung und im Betrieb.

Alternative 2: Flowable

Ähnlich wie Camunda setzt Flowable auf den Industriestandard BPMN 2.0 für die Modellierung der Prozesse. Und genau wie Camunda ist Flowable ein Fork der Open-Soure-Software Activiti. Es bezeichnet sich selbst als eine Open Source “Workflow Engine”, die vor allem auf Automatisierungen im Kundenkontakt spezialisiert ist. Der Hersteller verspricht durch den Einsatz von Flowable vor allem einen reibungslosen Kundenservice. Flowable ist ebenfalls nicht für den direkten Einsatz beim Endanwender konzipiert. Um Arbeitsabläufe zu modellieren und in den Betrieb zu geben, sind Experten notwendig, welche die Ablaufdiagramme, Formulare und entsprechende Logik implementieren.

Alternative 3: N8N

Einen etwas anderen Weg geht N8N (Nodemation). Es richtet sich vor allem an Endanwender, die ihre Prozesse selbst modellieren wollen und kommt damit dem Angebot von IFTTT und Zapier am nähesten. Die auf JavaScript basierende Anwendung hat bereits zahlreiche Schnittstellen für Integrationen vor allem von Cloud-Diensten im Angebot. Allerdings ist N8N nicht als komplette Business Process Engine für Automatisierung von geschäftskritischen Anwendungen zu verstehen. So sind z. B. Konzepte für Skalierung, Ausfallsicherheit, Historie oder Vertretungsregeln nicht oder nicht vollständig umgesetzt. Darüber hinaus ist N8N nach der offiziellen Definition nicht wirklich Open Source: Zwar kann der Quellcode eingesehen, die Software aber nur unter sehr eingeschränkten Bedingungen kostenlos in eigene Projekte und Produkte integriert werden.

Tipp: Integration und Betrieb mit PIPEFORCE

Der große Vorteil von IFTTT und Zapier ist deren Einfachheit für den Endanwender. Hier mal ein Excel-Dokument in Dropbox abgelegt, dort mal die Bilder von Instagram per E-Mail versendet. Alles geht äußerst einfach von der Hand. IT-Abteilungen schlagen jedoch angesichts der mangelnden Compliance und fehlenden Services für die Integration in die eigenen IT-Prozesse regelmäßig die Hände über dem Kopf zusammen. Bestehende Alternativen wie z. B. Camunda, Flowable oder auch N8N scheinen hier ein wenig Abhilfe zu schaffen. Eine Kombination einiger dieser Dienste scheint sinnvoll. Betrieb und die Verknüpfung mit den internen Systemen und Abläufen machen deren Einsatz häufig jedoch sehr kompliziert. Abhilfe kann hier eine Integrations-Lösung wie PIPEFORCE schaffen: Hierbei handelt es sich um eine auf Kubernetes basierende Plattform, über welche unterschiedliche Open-Source-Lösungen kombiniert, miteinander integriert und multi-mandantenfähig betrieben werden können. Angefangen von der automatisierten Provisionierung von Diensten und Nutzern, der gemeinsamen Benutzerverwaltung, übergreifenden Workflows und Automatisierung, einheitlichen Service-Portalen für die Mitarbeiter und Kunden bis hin zu beliebig skalierbarem Hosting inhouse oder beim Anbieter in einem deutschen Rechenzentrum. PIPEFORCE schreibt über sich selbst: „A cloud-native platform to create, integrate and automate best-of-breed digital enterprise services across system and business boundaries.”

Fazit

Automatisierungs-Tools wie Zapier oder IFTTT werden immer beliebter. Und das nicht ohne Grund: Sie sind einfach im Einsatz und verfügen meist über eine beachtliche Anzahl an Integrationen. Die Anforderungen von mittelständischen Unternehmen können sie allerdings nur bedingt abdecken. Hier lohnt sich ein Blick auf die ständig wachsende Zahl an guten Open-Source-Alternativen.

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